| Die lange Geschichte der Abwasserentsorgung |

| Wir sichern die Zukunft sauberer Seen und Flüsse ... |
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wir klären
das!
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| Vor
4000 Jahren wurde in der indischen Stadt Mohenjo-Daro, immerhin 40.000 Einwohner, ein perfektes System von Abwurfschächten und Kanälen angelegt. Bereits 2600 v. Chr. wurde die Entwässerung einer Pyramide durch eine Leitung bewerkstel- ligt, die aus Kupferblechen von 1,4 mm Wand- stärke, 47 mm äußerem Durchmesser und 1020 mm Schlußlänge hergestellt war. Die Römer hatten die Abwasserentsorgung nahezu perfektioniert. Sie bauten die bekann- ten Aquädukte für das Abwasser. Öffentliche Bedürfnisanstalten waren zum Teil mit einer ständigen Wasserspülung versehen. Römer und Griechen benutzten auch tragbare Vasen, die in die Kanalisation geleert wurden. Dass das Steuerwesen keine Erfindung der Neu-zeit ist, beweisen die Steuern auf den Verkauf von Exkrementen, der sogar ein eigener Handels- zweig war. Daraus resultiert auch der Spruch "Pencunia non olet" (Geld stinkt nicht). Die diesbezüglichen Erfahrungen der Römer gingen im Mittelalter verloren. Kot, Urin und Abfälle warf man einfach auf die Straße. Verheerende Krankheiten waren die Folgen. Gebäude, die an Bächen oder Flüssen lagen, erhielten im Mittelalter kleine auskragende Erker, über die die Fäkalien direkt in die Gewässer gelangten. Zur Aufnahme der Exkremente dienten auch Senkgruben, die als Versickerungsgruben gebaut waren. Aufzeichnungen belegen, daß bei den reichen und besseren Häusern die Gruben nur alle sieben Jahre geleert wurden. Es gab auch Fälle mit einem 40jährigen Turnus. |
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. : : : : : : : : : . : : : : Größe und seltene Räumung solcher Abortgruben führten bei baulich unzureichender Sicherung leicht zu schweren Unglücksfällen. Als Kaiser Friedrich der Erste im Jahre 1183 im Schloss zu Erfurt den Reichstag abhielt, brachen die angefaulten Balken des Prunksaales, und die Teilnehmer stürzten in die darunter liegende volle Abortgrube. Dabei fanden drei Fürsten, fünf Grafen, zahlreiche Edelleute und über 100 Ritter den Tod. Der Kaiser konnte sich durch einen Sprung aus dem Fenster retten. Es bedurfte großer Anstrengungen und moderner wissenschaftlicher Methoden, um die Gründe für die Fehlentwicklungen zu erkennen und planmäßig Abhilfe zu schaffen. Wissenschaftler wie Max von Pettenkofer, Robert Koch oder Justus von Liebig trugen durch ihre Forschungsarbeit dazu bei, die Hygiene zu fördern und dementsprechende Entwässerungs-systeme zu bauen. |
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| Was
bisher geschah ... 1965: Nach ca. einjährigen Beratungen wird am 9. Feb. der Wasserverband Millstätter See gegründet. Die Gemeinden Seeboden, Millstatt und Ober-millstatt sind die ersten Mitglieder. Am 25. Feb. werden vom Amt der Kärntner Landesregierung der Verband und die Satzungen genehmigt. Am 7. Dez. werden vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft die geplanten Maß- nahmen zum bevorzugten Wasserbau erklärt. Herr Baumeister Ing. Helmut Eder, Seeboden, wird zum Geschäftsführer bestellt. 1966: Am 28. Juni wird das generelle Projekt des Hauptsammlers beim Amt der Kärntner Landes-regierung eingereicht. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft kommt zu dem Schluss, dass das Anlagenkonzept richtig gewählt wurde. In einem Schreiben vom 9. Nov. wird die Einbeziehung der Gemeinden Radenthein und Feld am See nahegelegt. Diesbezügliche Verhandlungen enden am 19. Dezember ergebnislos. 1967: Nachdem das Büro DI Pönninger-Lengyel sich mit der beauftragten Arbeit überlastet sieht, erhält das Ingenieurbüro DI E. Schwarz, aus Rott am Inn, den Zuschlag zur Planung der Abwasserbeseitigungsanlagen. Am 28. Juni wird die wasserrechtliche Bewilligung für das generelle Projekt des Hauptsammlers von Seebach bis Dellach erteilt. Ende Sep. treten an einigen Stellen des Sees Algen auf. |
. 1968: Am 17. Juni wird ein Finanzierungsplan be- schlossen, nach dem sich die Gesamtanlage- kosten inkl. Kläranlage und Hausanschlüsse voraussichtlich auf 212 Mio. Schilling belaufen werden. Der jährliche Betriebskostenaufwand wird mit 7,2 Mio Schilling angenommen. Franz Seiser, Altbürgermeister, wird zum Obmann gewählt. Der Verbandssitz wird in der Gemeinde Seeboden eingerichtet. Es werden die ersten Kanalisierungsaufträge in der Gemeinde Seeboden vergeben; die Auftrags-summe beläuft sich auf 20 Mio. Schilling. Baubeginn der Kanalisationsanlage ist der 5. Nov. 1970: Die Gemeinden Radenthein und Bad Klein- kirchheim treten dem Verband bei. Die Ausgaben seit 1965 belaufen sich auf 20 Mio. Schilling. 1971: Aus gesundheitlichen Gründen muss Altbürger-meister und Obmann Franz Seiser sein Amt zurücklegen. Josef Hölzel wird zu seinem Nachfolger gewählt. Die Verordnungen zu Kanalisationsbeiträgen werden beschlossen. 1972: Mit dem Bau der Kanalisation Bad Kleinkirchheim wird begonnen. Die Gemeinde Feld am See tritt dem Verband bei. Gemeinsam mit dem Wasser-verband Millstätter See beschließt die Stadt-gemeinde Spittal/Drau östlich der Ortschaft Aich eine Kläranlage zu errichten. Die Stadtgemeinde tritt damit für die Maßnahmen "Durchleitung" und "Kläranlage" als "Interessent" dem Verband bei. |
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| 1973: Die Gemeinde Radenthein wird provisorisch an die Verbandskanalisation angeschlossen. Der Altkanal Radenthein wird somit vom Verband übernommen. Die Gemeinde Ferndorf tritt dem Verband bei. Es wird ein extrem starkes Auftreten der Burgunderalge im Millstätter See bemerkt. 1975: Der Wasserverband Millstätter See und die Stadtgemeinde Spittal/Drau erwerben gemeinsam das Grundstück für die Errichtung der Kläranlage in Tangern bei Spittal/Drau. Die Kosten betragen 1,8 Mio. Schilling; das Grundstück hat eine Größe von 56.748 m². 1976: Der Bereich Afritzer See wird in den Verband miteinbezogen. Die Kosten und Haftung für die Kanalisationsmaßnahme Durchleitung Spittal/Drau teilen sich der Verband und die Stadtgemeinde wie folgt: 43% Verband und 57% Stadtgemeinde Spittal/Drau. 1977: Der Obmann KR Josef Hölzel scheidet aus dem Verband aus; Bürgermeister Josef Egger wird zum neuen Obmann gewählt. Ing. Edmund Mußnig wird zum neuen Geschäftsführer bestellt. Die Kanalanschlussgebühren werden mit ATS 16.220,00/BE und die Benützungsgebühren mit ATS 16,20/m³ festgelegt. 1978: Um die zunehmenden Wartungs- und Verwaltungsaufgaben zu bewältigen, wird ein Objekt mit 4.409 m² Grundfläche um 5,3 Mio. Schilling in Seeboden erworben. 1979: Bürgermeister Rudolf Oberegger, Bad Klein-kirchheim, wird zum neuen Obmann gewählt. Die Kanalisation St. Oswald und St. Peter ob Radenthein werden in Auftrag gegeben. 1980: Der Wasserverband Millstätter See tritt dem Österr. Wasserwirtschaftsverband bei. Am 16. April wird die Vergabe der Baumeisterarbeiten zur Errichtung der Kläranlage beschlossen, ebenso die Projektierung der ABA Afritzer See. 1983: Die Investitionen für Kanal und Kläranlage betragen 57,7 Mio. Schilling. Es wird eine Gebarungsprüfung vom Rechnungs-hof durchgeführt. 1984: Die Kanalgebühren werden valorisiert. Kanalanschlussgebühren werden mit ATS 18.000,00/BE und Benützungsgebühren auf ATS 18,00/m³ festgesetzt. Nach 3jähriger Bauzeit erfolgt am 12. April die Inbetriebnahme der Verbandskläranlage. |
1986: Für die Errichtung der Pumpanlage Untersee am Afritzer See wird ein Grundstück von 400 m³ erworben. Die Gemeinde Radenthein erwirbt ein Grundstück von 7000 m² an der Glanzer Straße in Radenthein. . . 1987: Die Kanalanschlussgebühr wird erhöht auf ATS 20.000,00/BE; die Benützungsgebühr beträgt ATS 19,00/m³. . . 1988: Bürgermeister Rudolf Oberegger legt seine Obmannfunktion aus Altersgründen zurück. Als sein Nachfolger wird Bürgermeister Hubert Dabernig gewählt. Dem Reinhalteverband Lieser- und Maltatal wird der Anschluss an die Verbandskläranlage Spittal/Drau genehmigt. Man setzt die Kanalanschlussgebühr mit ATS 23.080,00/BE fest. . . 1989: Die Projekte ABA Treffling und ABA Matzelsdorf werden wasserrechtlich verhandelt und Förderungs-anträge gestellt. Die Kanalbenützungsgebühr wird auf ATS 20.00/m³ erhöht. . . 1991: Erhöhung der Kanalbenützungsgebühr auf ATS 22,00/m³ ab 1. 1. 1991. Gleichzeitige Erhöhung der Kanalanschlussgebühr auf ATS 25.918,-/BE. Baubeginn ABA Treffling. Nach dem Ausscheiden von Bgm. Dabernig aus der Gemeindepolitik wird Bgm. Grabner aus Bad Kleinkirchheim am 13. 5. 1991 zum Obmann des Wasserverbandes gewählt. Aufnahme der Stadtgemeinde Spittal als Mitglied des Wasserverbandes mit dem Einzugsbereich Laggerbucht und Schlossvilla. Satzungsänderung beim Verband durch Gemeindetrennung Feld am See und Afritz. . . 1992: Installierung der Tiefenwasserbelüftungsanlage im Brennsee. . . 1993: Kanalbenützungsgebührenerhöhung per 1. 1. 1993 auf ATS 25,63/m³. Baubeginn ABA Matzelsdorf und ABA Laggerbucht mit Bereich Seevilla. . . 1994: Erhöhung der Kanalbenützungsgebühr mit 1. 1. 1994 auf ATS 27,50/m³. Erhöhung der Kanalanschlussgebühr auf ATS 30.800.-/BE. Baubeginn ABA Dabor - St. Peter Ost. |
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| 1995: Festsetzung der Kanalbenützungsbebühr auf ATS 28,60/m³. Gleichzeitige Festsetzung der Kanalanschlussgebühr auf ATS 33.000,-/BE. Baubeginn ABA St. Oswald - Winkl/Zirkitzen in der Gemeinde Bad Kleinkirchheim. Errichtung der Kanalisation St. Wolfgang in der Gemeinde Seeboden. 1996: Errichtung der Kanalisation St. Oswald - Nockalm. Baubeginn ABA Randgebiete Afritzer See und Brennsee. 1997: Geschäftsführer Ing. Mußnig tritt in den Ruhe-stand. Neuer Geschäftsführer ab 1. 1. 1997 Ing. Walter Wassermann MAS aus Seeboden. Nach dem Ausscheiden von Bgm. Grabner wird Bgm. Buchacher aus Radenthein am 14. 5. 1997 zum Obmann des Wasserverbandes gewählt. Festsetzung der Kanalanschlussgebühr ab 1. 8. 1997 auf ATS 35.000.-/BE. Errichtung der Kompostierungsanlage bei der Kläranlage zur Verwendung des Klärschlammes. |
1998: Kanalgebührenfestsetzung auf ATS 31,-/m³. Baubeginn ABA Seeboden Nord/Ost (Tangern, Unterhaus, Kötzing, Pirk, Kolm). Errichtung der Kanalisation Scherzboden in der Gemeinde Afritz am See. Baubeginn ABA Obertweng/Klamberg/Schattseite und ABA Millstatt Nord/Mitte. Prüfung des Wasser- verbandes durch den Rechnungshof. 1999: Neufestsetzung der Kanalbenützungsgebühr auf ATS 33,50/m³. Baubeginn ABA Seeboden Nord/Mitte (Treffling Nord, Lieserhofen Ost). Teilabschnitt Entflechtung Altkanal Radenthein (Landstraße, Villacher Straße) 2000: Baubeginn ABA Rottenstein in der Gemeinde Bad Kleinkirchheim. Projekteinreichung zur Wasserrechtsgenehmigung ABA Seeboden West und ABA Kaning – Mitterberg. Baubeginn ABA Seeboden West Bauteil I. |
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2001: 2004: 2005: |
2006-2009: 2006: 2008: 2009: |
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