Organisation
Die Organe des Wasserverband Millstättersee (WVM) sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand, der Obmann, die Schlichtungsstelle und der Kontrollausschuss. Die Erledigung der Geschäfte wird durch die Geschäftsstelle mit Sitz in Spittal/Drau, Tanger 10, abgewickelt.
Der WVM betreibt gemeinsam mit der Stadtgemeinde Spittal/Drau, dem Wasserverband Lurnfeld-Reißeck (WV L/R) sowie dem Reinhalteverband Lieser- und Maltatal (RHV L/M) die VerbandsAbwasserReinigungsAnlage (VARA).
Mitgliederversammlung des WVM
Die Mitgliederversammlung des WVM besteht aus insgesamt 20 Mitglieder, wobei die Gemeinden Seeboden, Radenthein, Millstatt und Bad Kleinkirchheim mit jeweils 3 Mitgliedern und die Gemeinden Feld am See, Afritz am See, Spittal/Drau und Ferndorf mit jeweils 2 Mitgliedern vertreten sind.
Vorstand des WVM
Den Vorstand des Wasserverband Millstättersee bilden die Bürgermeister der 8 Mitgliedsgmeinden. Der Vorsitz besteht aus dem Obmann sowie dem 1. und 2. Obmann-Stellvertreter. Aktuell setzt sich der Vorstand aus folgenden Personen zusammen:
- Stadtgemeinde Radenthein: Obmann, LAbg. Bgm. Michael Maier
- Marktgemeinde Seeboden: 1. Obmann-Stellvertreter, Bgm. Thomas Schäfauer
- Gemeinde Afritz am See: 2. Obm. Stellvertreter, NRAbg. Bgm. Maximilian Linder
- Marktgemeinde Millstatt: Bgm. Alexander Thoma MBA
- Gemeinde Bad Kleinkirchheim: KR Bgm. Matthias Krenn
- Gemeinde Ferndorf: Bgm. Josef Haller
- Gemeinde Feld am See: Bgm. Michaela Oberlassnig
- Stadtgemeinde Spittal/Drau: 2. LT-Präs. StR. Christoph Staudacher
Geschäftsstelle
Der Geschäftsstelle obliegt der Verantwortung des Obmanns und der Leitung des Geschäftsführers.
Neben dem Geschäftsführer, Herwig Ebner, MAS sind 23 MitarbeiterInnen für die Bereiche der Gebührenverwaltung, Buchhaltung, technischen Service, Kanalisation und der Kläranlage zuständig.
Verbandsgeschichte
1965:
Gründung am 9. Februar 1965. Gründungsgemeinden: Seeboden, Millstatt und Obermillstatt.
1968:
Baubeginn der Kanalisationsanlage im Gemeindegebiet Seeboden.
1970:
Radenthein und Bad Kleinkirchheim treten dem Verband bei.
1972:
Beitritt der Gemeinde Feld am See.
Bau der Kanalisation Bad Kleinkirchheim.
1973:
Beitritt der Gemeinde Ferndorf.
Übernahme des Altkanals von Radenthein in den Verband.
1976:
Bau Kanalisation Feld am See, Untertweng, St. Peter ob Radenthein
1977:
Bau der Durchleitung Stadtgemeinde Spittal an der Drau.
1978:
Kauf der Liegenschaft des heutigen Firmensitzes in Seeboden, Gritschacher Str. 4. und Bau Kanalisationsabschnitt St. Oswald/Bad Kleinkirchheim.
1981:
Baubeginn Kläranlage in Spittal an der Drau.
1981:
Ausbau Kanalisationsanlage Afritzer See.
1984:
Inbetriebnahme der Kläranlage – Ausbaugröße ist 110.000 EW.
1991:
Beitritt der Stadtgemeinde Spittal an der Drau mit dem Einzugsgebiet Laggerbucht und Schlossvilla. Beitritt der Gemeinde Afritz am See aufgrund der Gemeindetrennung mit Feld am See.
Bau Kanalisation Bereich Treffling, Gemeinde Seeboden.
1992:
Installierung der Tiefenwasserbelüftungsanlage im Brennsee.
1993:
Bau Kanalisation Matzelsdorf in Gemeinde Millstatt.
1994:
Einleitung des Abwassers aus dem Verbandsgebiet Lieser- Maltatal.
1995:
Erweiterung des Kanalnetzes in St. Oswald – Winkl/Zirkitzen in der Gemeinde Bad Kleinkirchheim. Errichtung der Kanalisation St. Wolfgang in der Gemeinde Seeboden.
1996:
Errichtung der Kanalisation St. Oswald – Nockalm. Kanalausbau der Randgebiete Afritzer See und Brennsee.
1997:
Errichtung der Kompostierungsanlage bei der Kläranlage.
1998:
Bau Kanalisation Seeboden Nord/Ost (Tangern, Unterhaus, Kötzing, Pirk, Kolm). Errichtung der Kanalisation Scherzboden in der Gemeinde Afritz am See.
1999:
Bau Kanalisation Seeboden Nord/Mitte (Treffling Nord, Lieserhofen Ost) und Scherzboden in der Gemeinde Afritz. 1. Teilabschnitt Entflechtung Altkanal Radenthein.
2000:
Baubeginn ABA Rottenstein in der Gemeinde Bad Kleinkirchheim. Baubeginn Seeboden West BT I.
2001:
Baubeginn ABA Seeboden West BT II. Bau Kanalisation Bereich Kaning/Mitterberg.
Baubeginn Entflechtung Radenthein West.
2002:
Baubeginn Afritz Bauteil I. Bau Kanalisation Millstatt Nord/Ost – Nord/West.
2003:
Baubeginn ABA Afritz Bauteil II.
2004:
Baubeginn Bauabschnitt Entflechtung Radenthein Mitte u. Ost.
Errichtung der Rohraufhängungsbrücke über die Lieser.
2005:
Errichtung des Regenüberlaufbeckens in Spittal/Drau; Generalsanierungen im gesamten Verbandsbereich.
2006:
Erweiterung und Anpassung der Kläranlage Spittal auf 130.000 EW.
2007:
Generalsanierung Hauptpumpanlage Starfach.
2008:
Aufbau des Umweltmanagementsystems EMAS.
2009:
Generalsanierung Hauptpumpanlage Döbriach.
2010:
Fertigstellung der Erweiterung der Kläranlage; Generalsanierung Hauptpumpwerk Dellach.
EMAS Zertifizierung
2011:
Verleihung des EMAS Preises 2011.
Erstmalige Energieautarkie der Kläranlage.
2012:
Errichtung von Photovoltaikanlagen (175 kWP) und Installation eines Abwasserkraftwerkes im Kläranlagenauslauf.
2013:
Ankauf eines Elektro-Autos.
Umbau Hauptpumpwerk Millstatt; wiederum energieautarke Kläranlage (ohne Photovoltaik – 125,8 % Eigenstromabdeckung).
EMAS Rezertifizierung.
2014:
Errichtung einer Klärschlammtrocknungsanlage.
2015:
13.02.2015 50 Jahr-Feier WVM in Millstatt.
Fertigstellung Hauptpumpwerk Dellach.
Erweiterung der Fernwirkanlage.
Umsetzung hydraulisches Messkonzept im gesamten Einzugsgebiet des WVM
2016:
Einbau eines hocheffizienten Turbogebläse zur Lufterzeugung der Biologie.
Erweiterung der Fernwirkanlage.
2017:
Erneuerung eines BLockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 350 KW
Installation einer zweiten Hochleistungszentrifuge zur Schlammentwässerung
EMAS Validierung
2019:
Erneuerung (Kapazitätserweiterung) des Klärschlamm-Trockners
EMAS Validierung
2020:
Übersiedlung WVM Verwaltung von Seeboden zur Kläranlage in Spittal/Drau
Zu- und Umbau Verwaltungsgebäude Kläranlage Spittal
2021:
Erweiterung der bestehenden Photovoltaikanlage von 150 auf 200 kWp
2022:
Erneuerung eines Blockheizkraftwerkes mit einer elektrischen Leistung von 420 KW
Ankauf einer mobile Notfallpumpe (80 l/sec.)
2023:
Erweiterung der bestehenden Photovoltaikanlage von 200 auf 282 kWp
Ankauf von zwei mobilen Notstromaggregate (60 kVA u. 7 kVA)
Seit Juli 2023 Lieferung der überschüssigen Abwärme in das Fernwärmenetz der KEW
2024:
Erweiterung der bestehenden Photovoltaikanlage von 282 auf 350 kWp
