Kläranlage – Technische Daten & Energie

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Technische Daten der Verbandsabwasserreinigungsanlage (VARA)

Bemessungsgrundlage

Bemessungswert130.000 EWG
BSB5-Schmutzfracht7.800 kg/d
Q-Trockenwetter520 l/sec
Q-Regenwetter1.000 m³/d
Tageswassermenge17.000 m³/d

Mechanische Reinigung

2 Flachfeinrechen3 mm
1 Rechengutwäscher 
1 Sandwäscher 
1 Kanalräumgutübernahmestation 
2 belüftete Sand-/Fettfänge je216 m³
3 Schneckenhebepumpen je600 l/sec

Schlammbehandlung

2 Flotatschlamm-Zwischensp. je263 m³
Mechanische ÜS-Eindickung55 m³/h
2 Faultürme je3.500 m³
1 Nacheindicker500 m³
1 Pressen-Vorlagebehälter80 m³
1 Zentrifuge45 m³/h
1 Zentrifuge35 m³/h

Biologische Reinigung

2 Selektorbecken je455 m³
2 DENI-Becken je1323 m³
3 NITRI-Becken je1871 m³
2 Nachklärbecken je2996 m³
2 ÜS-Schneckenhebepumpen je250 l/sec
3 ÜS/REZI Rohrpumpen je300 l/sec

Prozesswasserbehandlung

Ammoniumstrippanlage12 m³/h
3 Vorlagebehälter

530 m³

Faulgasverwertung

Trockengasspeicher2.000 m³
1 Gasentschwefler 
BHKW Modul420 kW
BHKW Modul190 kW
1 Gasfackel400 m³/h

Abwasserkraftwerk

1 Abwasserkraftwerk im Kläranlagenauslauf2 kW

Photovoltaikanlage

PV-Anlage200 kWp

 

Klärschlammlager

2 Klärschlammpultlager je250 m³

Klärschlammtrocknungsanlage

1 Klärschlammtrocknungsanlage7,5 t/Tag Wasserentzugsleistung

Die Kläranlage des Wasserverbandes Millstätter See ist energieautark!

Die Kläranlage des Wasserverbandes Millstätter See zählt österreichweit zu den wenigen Anlagen, die energieautark betrieben werden können. Bereits seit dem Jahr 2011 wird die für den Betrieb erforderliche elektrische Energie vollständig durch die Verstromung des in der Schlammfaulung erzeugten Biogases bereitgestellt und direkt für den Reinigungsprozess genutzt.

Möglich wurde diese Energieautarkie durch die laufende Optimierung des Kläranlagenbetriebes sowie die hocheffiziente Nutzung des erzeugten Biogases in zwei Blockheizkraftwerken.

Die dabei gewonnene thermische Energie wird zur Beheizung der beiden Faultürme, der Betriebsgebäude sowie zur Warmwasseraufbereitung verwendet. Überschüssige Wärme wird zusätzlich in das städtische Fernwärmenetz eingespeist.

Zur weiteren Steigerung der Eigenenergieversorgung wurden in den vergangenen Jahren Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von mittlerweile 350 kWp errichtet.